Was ist eigentlich Gesundheit?
Wie du durch Struktur und Spüren Zugang zu deiner eigenen Gesundheit findest
Im letzten Beitrag ging es darum, was Gesundheit eigentlich ausmacht – jenseits von Symptomen und Diagnosen. Salutogenese, Pathogenese, Resilienz: wichtige Konzepte, aber noch Theorie. Und Theorie verändert keinen Körper.
Dieses Mal geht es um das Erleben. Um das, was passiert, wenn du deinem Körper wieder zuhörst. Um das, was sichtbar wird, wenn Bewegung nicht als Pflicht stattfindet, sondern als feiner Dialog zwischen Struktur, Wahrnehmung und Nervensystem. Genau dort setzt meine Übungsgruppe an.
Raus aus dem Funktionieren – hinein ins Bewusstsein
Wir bewegen uns Tag für Tag, aber längst nicht mehr bewusst. Der Alltag zieht an uns, der Kalender diktiert das Tempo, und unser Körper läuft wie ein stiller Motor mit. Multitasking ersetzt Anwesenheit. Handy in der Hand, Rucksack auf dem Rücken, Kopf überall – nur nicht im eigenen Körper.
Mit der Zeit entstehen Spannungsmuster, die sich unbemerkt zur neuen Gewohnheit umformen. Bewegungen, die du nicht mehr führst – sie passieren einfach. Und genau hier entsteht dieser blinde Fleck: Der Körper kompensiert, lange bevor der eigentliche Schmerz entsteht.
Eine Bewegungsmeditation setzt genau dort an. Keine sitzende Meditation, kein spirituelles Label. Sondern:

Salutogenese und Resilienz – zwei Konzepte, ein Körper
Salutogenese fragt: Was hält dich gesund?
Resilienz fragt: Was macht dich stabil?
Beides wirkt ineinander. Wenn du dich aufrichtest, verändert sich nicht nur deine Struktur, sondern oft auch dein innerer Zustand. Umgekehrt wird aus einem inneren Aufspannen äußere Haltung. Die Schnittstelle zwischen beiden ist Bewegung – nicht als Trainingseinheit, sondern als Wahrnehmungsprozess.
Meine Übungsgruppen orientieren sich genau an diesem Übergang: Körperliche Zentrierung als Grundlage für innere Ruhe. Bewegung als Orientierungspunkt. Struktur als Halt.
Was die Übungsgruppe so anders macht
Wir arbeiten nicht an Perfektion, sondern an Klarheit. Keine Funktionsgymnastik, kein „höher, schneller, weiter“. Sondern anatomische Prinzipien der Spiraldynamik®: das ABC der Gelenkführung.
Du lernst nicht, was du tun sollst – sondern wie Bewegung sich stimmig anfühlen kann. Keine Bewertung, kein richtig oder falsch.
Viele Teilnehmende berichten später, dass sie in Yoga-, Pilates- oder Sportkursen plötzlich mehr Zusammenhang spüren: mehr Stabilität, mehr Ruhe, mehr Verständnis für ihren Körper.
Was du in der Übungsgruppe erlebst
Ein atmender, beweglicher Brustkorb
Atmung nicht als Technik, sondern als dreidimensionale Welle, die deinen Brustkorb weitet und dein Nervensystem beruhigt.
Beckenstabilität als Fundament der Aufrichtung
Jede Übung ist ein Check-in: Wo befinde ich mich eigentlich in meinem Körper? Wo gebe ich Halt? Wo verliere ich ihn? Dieses Bewusstsein ist oft der eigentliche Wendepunkt.
Bewegung als Wahrnehmungsprozess
Wenn das Becken trägt, entsteht Leichtigkeit: Deine Beine arbeiten klarer, dein Rumpf stabilisiert sich, dein Brustkorb wird frei. Aufrichtung wird Entlastung – nicht Kraftakt.
Wirkungen, die manche Teilnehmende später beschreiben
Mehr Ruhe. Entspanntere Nächte. Ein anderer Umgang mit Stress. Nicht, weil sie hart trainiert haben, sondern weil ihr Nervensystem wieder Raum bekommen hat.
Beweg dich in deine Mitte
Wenn du salutogenes Denken nicht nur verstehen, sondern körperlich erfahren möchtest, bist du eingeladen.
Kein Vorwissen nötig. Keine besondere Beweglichkeit. Nur die Bereitschaft, deinen Körper wieder ernst zu nehmen.
Wenn du spüren möchtest, wie sich gesunde Bewegung anfühlen kann, probiere eine Stunde aus – die erste ist unverbindlich.
Oft entsteht dabei ein Moment, der überrascht: nicht spektakulär, aber spürbar. Und genau dort beginnt Veränderung.
