Wunderwerk Fuß – Teil 1
Warum dein Stand oft über dein Becken entscheidet
Der Fuß ist nicht „unten dran“
er ist unser Fortbewegungsmittel Nummer eins Seit ungefähr zwei Millionen Jahren bewegen wir uns Menschen vor allem auf zwei Füßen durch die Welt. Dieser aufrechte Gang hat unseren Körper geprägt – und der Fuß ist dabei nicht nur ein „Kontaktpunkt zum Boden“, sondern ein zentrales Steuer- und Tragwerk.
Wenn du stehst, gehst, läufst oder springst, organisiert der Fuß permanent Lastverteilung, Stabilität und Anpassung.
Genau deshalb lohnt es sich, den Fuß wieder ernster zu nehmen – nicht als Accessoire für den Schuh, sondern als Grundlage für Haltung und Bewegungsqualität.
Die Komplexität ist absurd
Im besten Sinne Der menschliche Fuß besteht aus 26 Knochen und 33 Gelenken. Dazu kommt ein dichtes Netzwerk aus Muskeln, Sehnen und Bändern, das Kräfte verteilt, federt, stabilisiert und dich nach vorne bringt.
Wenn du das mit Technik vergleichst: Der Fuß ist gleichzeitig Fundament, Stoßdämpfer und „Feinjustierung“. Und er macht diese Arbeit nicht einmal pro Trainingseinheit – sondern bei jedem einzelnen Schritt im Alltag.

„Der Fuß fühlt“
Aber anders als die Hand.
Viele denken beim Thema Spüren sofort an die Hand. Die Hand ist das Tool für feines Tasten und hohe Sensibilität.
Beim Fuß ist der Job ein anderer: Er liefert dir kontinuierliche Rückmeldung, damit Stand, Gleichgewicht und Gangsteuerung funktionieren. Für diesen Artikel gilt deshalb: Nicht „mehr Rezeptoren als die Hand“, sondern: Der Fuß ist ein hochspezialisierter Sensor für Balance und Last – und das merkst du spätestens dann, wenn diese Rückmeldung im Alltag leiser geworden ist.
Warum der moderne Alltag Füße oft leise entkoppelt
So sehe ich in der Praxis: Viele Patienten haben den Zugang zu „lebendigen“ Füßen verloren.
Viel Sitzen, wenig echte Gehstrecken und eine ziemlich monotone Umwelt können dazu führen, dass der Fuß weniger aktiv mitarbeitet.
Dazu kommen zwei typische Alltagstreiber: Schuhe, die sehr viel abfangen oder den Zehen wenig Spielraum geben – und Böden, die fast überall gleich sind (glatt, flach, vorhersehbar).
Das soll keine Moralkeule sein und kein „richtig/falsch“. Es ist eher ein Trainingsprinzip: Was du selten nutzt, wird leiser.
Und wenn unten weniger differenziert geregelt wird, organisiert der Körper Stabilität oft weiter oben – zum Beispiel über Knie, Hüfte oder Rücken.
(Teil 2 greift genau diese modernen „Fuß-Killer“ noch konkreter auf.)
Wenn dich das Thema Fuß interessiert, demnächst startet das erste Modul meines Fußkompass.
Wir werden gemeinsam das Wunderwerk Fuß erkunden.
